Falbkatze

Falbkatze

Die Falbkatze oder Afrikanische Wildkatze (Felis silvestris lybica) ist eine in Afrika, Westasien und auf einigen Mittelmeerinseln beheimatete Unterart der Wildkatze aus der Familie der Katzen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der Falbkatze um den alleinigen Vorfahren der Hauskatze.

Merkmale
Die Falbkatze ähnelt in Aussehen und Form stark den (kurzhaarigen) Hauskatzen. Sie ist sandfarben (beige bis grau) und schlank. Die Länge von Kopf bis Schwanzansatz beträgt etwa 50 cm, die Schwanzlänge 25 cm. Sie wiegt in der Regel etwa 5–6 kg, kann aber auch bis zu 8 kg auf die Waage bringen. Im Unterschied zur Europäischen Wildkatze ist das Streifenmuster weniger deutlich und der Schwanz am Ende viel mehr spitz als stumpf zulaufend.

Verbreitung
Falbkatzen sind in ganz Afrika mit Ausnahme der Wüstenregionen und der tropischen Regenwälder vorzufinden, außerdem findet man sie auf den italienischen Inseln Sizilien und Sardinien. Sie leben in einer Vielzahl von Habitaten, von der Halbwüste bis zur Savanne.

Ursprünglich wurden mehrere Unterarten der Wildkatze beschrieben, die dem Falbkatzentyp entsprechen. Heute hat man sich darauf geeinigt, sie zu einer Unterart Felis silvestris lybica zusammenzufassen.

Ernährung
Falbkatzen ernähren sich in erster Linie von kleineren Nagetieren, fressen aber auch kleinere Vögel, Amphibien und Reptilien sowie gelegentlich Spinnen und sogar Skorpione.

Bedeutung, Geschichte, Kultur
Von der Falbkatze stammt unsere Hauskatze ab. Sie wurde vermutlich in Mesopotamien oder Palästina schon 6.000 v. Chr. domestiziert.

Die Falbkatze ist im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen im Anhang B gelistet. Der Handel mit Falbkatzen ist damit stark eingeschränkt. Die größte Gefahr droht der Falbkatze jedoch im Gegensatz zu anderen Katzenarten weder durch den Menschen noch durch den Rückgang des Lebensraums, sondern durch die häufige Vermischung mit verwilderten Hauskatzen.

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