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	<title>Katzenlexikon</title>
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		<title>Abstammung der Hauskatze</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 12:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abstammung]]></category>
		<category><![CDATA[Hauskatze]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Wildkatze]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Katze gehört zur relativ großen Gruppe der Katzenartigen, die im Tertiär erschien und sich in verschiedene Zweige unterteilte bis hin zu den heutigen Katzenartigen auf der ganzen Welt. In der Familie der Katzen gibt es die Gattung Felis. Ihr zugehörig sind die Wildkatzen (Felis silvestris) die wild lebend, weltweit in klimatisch warmen oder gemäßigten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="right" title="Schildpatt - Glückskatze" src="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/wp-content/pictures/katze.jpg" alt="Schildpatt - Glückskatze" width="250" height="315" /></p>
<p>Die Katze gehört zur relativ großen Gruppe der <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/154/katzenartige/">Katzenartigen</a>, die im Tertiär erschien  und sich in verschiedene Zweige unterteilte bis hin zu den heutigen Katzenartigen auf  der ganzen Welt.</p>
<p>In der Familie der <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a> gibt es die Gattung Felis. Ihr zugehörig sind die  Wildkatzen <em>(Felis silvestris)</em> die wild lebend, weltweit in klimatisch warmen oder gemäßigten Zonen verbreitet sind. Sie ist in verschiedenen Unterarten In Afrika, Europa und Westasien weit verbreitet.</p>
<p>Lange Zeit gingen die Meinungen über den Ursprung der Hauskatze <em>(Felis catus)</em> auseinander, nicht zuletzt wegen der zahlreichen lokalen Variationen und Unterarten innerhalb des recht großen Verbreitungsgebietes der Wildkatzen, sowie ihrer nahen genetischen Verwandtschaft und morphologischen Ähnlichkeit. Es wurde angenommen, dass die im wesentlichen in drei  Hauptgruppen untertreilten Vertreter der Art Waldkatze <em>(<a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/europaeische-wildkatze/">Felis silvestris silvestris</a>)</em>, <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/falbkatze/">Falbkatze</a> <em>(Felis silvestris lybica)</em>, und Steppenkatze <em>(Felis silvestris ornata)</em> am Domestikationsprozess beteiligt waren.<span id="more-1"></span></p>
<p>Trotz der verwickelten Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Kleinkatzen-Familie geht man heute aber davon aus, dass die aus Afrika und Westasien stammende <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/wildkatze-felis-silvestris/">Wildkatze</a>, die Falbkatze <em>(Felis silvestris libyca)</em> als wahrscheinlichster Urahne der Hauskatze anzusehen ist. Das Hauptargument zu ihren Gunsten ist die Tatsache, dass sie die am wenigsten aggressive Art und damit gegenüber den verschiedenen Unterarten der Felis silvestris für das Zusammenleben mit Menschen am geeignetsten war und bereits im Alten Ägypten domeztiziert wurde.</p>
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		<title>Atopische Dermatitis der Katze</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 21:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzenkrankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die atopische Dermatitis (AD) (allergische Dermatitis, Atopie) der Katze (auch Feline atopische Dermatitis) ist eine immer häufiger vorkommende, allergisch bedingte Hauterkrankung bei Katzen. Der Begriff Atopie (gr. atopía &#8211; &#8220;Ortlosigkeit, nicht fassbar&#8221;) beschreibt eine häufig familiär bzw. genetisch bedingte Bereitschaft gegen diverse Umgebungsallergene nach einer Sensibilisierungs- phase Immunglobulin E (IgE)-Antikörper zu entwickeln die eine klassische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>atopische Dermatitis</strong> (AD) (allergische Dermatitis, Atopie) der Katze (auch Feline atopische Dermatitis) ist eine immer häufiger vorkommende, allergisch bedingte Hauterkrankung bei <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a>. Der Begriff Atopie (<em>gr. atopía &#8211; &#8220;Ortlosigkeit, nicht fassbar&#8221;</em>) beschreibt eine häufig familiär bzw. genetisch bedingte Bereitschaft gegen diverse Umgebungsallergene nach einer Sensibilisierungs- phase Immunglobulin E (IgE)-Antikörper zu entwickeln die eine klassische Typ-I-Überempfindlich- keitsreaktion vermitteln. Anders ausgedrückt; bei veranlagten Tieren kann es, sobald entsprechende Umweltfaktoren hinzukommen, in Folge dieser spezifischen Hypersensibilität und der dadurch ausgelösten komplexen biochemischen und entzündlichen Folgereaktionen zu einer Störung der physiologischen Vorgänge im Organismus und/oder zu Gewebeschäden kommen.<span id="more-480"></span></p>
<p>AD ist eine bedeutende Erkrankung bei Hunden mit einem realtiv charakteristischen Verteilungsmuster. Bei Katzen präsentiert sich indessen die Symptomatik nicht so deutlich wie beim Hund ist aber teilweise ähnlich gelagert.</p>
<p><strong>Ätiologie</strong><br />
Die Ursachen und Faktoren die den Ausbruch einer klinisch manifesten Atopie bei Katzen begünstigen sind vielfältig. Genetische Faktoren, Infektionen bakterieller Art, Aeroallergene &#8211; die über die Atemwege oder über die Haut aufgenommen werden (z. B. Hausstaubmilben, Blütenpollen), Futtermittelallergene (allergische Reaktionen auf Futtermittelinhaltstoffe &#8211; siehe auch <a title="Futterallergie (Futtermittelallergie) " href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/457/futterallergie-futtermittelallergie/">Futtermittelallergie</a>), Schimmelsporen, Vorrats- und Futtermilben, allergisierende Stoffe in Putzmitteln, Gräser, <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/ektoparasiten/">Ektoparasiten</a> (in diesem Zusammenhang hier wohl an erster Stelle  die <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/460/flohallergie/">Flohallergie</a>), Irritanzien und psychische Faktoren (Stress, Langeweile, Einsamkeit), spielen eine Rolle.</p>
<p>Die atopische Dermatitis kann bei Katzen ganzjährig auftreten. Atopien die durch Blütenpollen oder Gräser verursacht werden sind jedoch bevorzugt im Frühjahr und in den Sommermonaten zu beobachten.</p>
<p>Der Beginn der Atopie kann bei der Katze sehr variabel sein, etwa zwischen dem sechsten Monat und dem 14. Lebensjahr. Ein erstes Auftreten der Krankheit erfolgt in den meisten Fällen zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr, wobei erste Symptome vor dem zweiten Lebensjahr häufiger beobachtet werden. Ein Ausbruch vor dem sechsten Monat ist selten da der Erkrankung zunächst  eine Sensibilisierung vorausgehen muss.</p>
<p>Im Gegensatz zum Hund sind bei der Katze Alters- Rassen- oder Geschlechtsprädispositionen bisher nicht hinreichend nachgewiesen. Indoor-Katzen und Katzen mit freiem Auslauf sind bei entsprechender Veranlagung gleichermaßen betroffen.</p>
<p><strong>Symptome</strong><br />
Leitsymptom der atopischen Dermatitis ist Juckreiz (Pruritus), anfänglich vielfach ohne primäre Hautveränderungen. Am häufigsten betroffen sind das Gesicht, die Ohren, der Nacken, die Achselbereiche, die Innenseiten der Schenkel, der Unterbauch, die Schwanzunterseite und seltener auch die Pfoten. Der Juckreiz oder besser die Juckreizschwelle kann individuell unterschiedlich ausgeprägt sein. Eine Überschreitung des Schwellenwertes führt zu ausdauerndem Belecken, Putzen und Kratzen was zur Folge hat, dass weite Areale betroffener Regionen kahl geleckt sein können. Hinzu kommen selbstinduzierte Kratzläsionen, hauptsächlich am Kopf. Es entsteht eine unspezifische Dermatitis mit Krusten und Erosionen.</p>
<p>Wie bereits erwähnt gibt es bei der Katze im Gegensatz zum Hund kein konstantes Verteilungs- muster. Im Zusammenhang mit der atopischen Dermatitis zeigen sich bei Katzen aber häufig folgende Symptome:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/466/miliare-dermatitis-bei-einer-katze/">miliare Dermatitis</a></li>
<li>selbstinduzierter lokal begrenzter Haarausfall (vor allem abdominal)</li>
<li>Haarausreissen in Büscheln, abgeknabberte Haare</li>
<li>Läsionen des <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/474/eosinophiler-granulom-komplex/">eosinophilen Granulomkomplexes</a></li>
<li>unspezifische Dermatitis im Kopf- und Nackenbereich</li>
</ul>
<p><strong>Diagnose</strong><br />
Die Diagnose der atopischen Dermatitis wird mittels Ausschlussverfahren gestellt. Eine Identifikation der auslösenden Allergene kann evtl. mit entsprechenden Allergietests (Intrakutantests) erfolgen. Die genaue Interpretation der Testergebnisse ist aber bei Katzen vielfach schwierig und setzt ein gewisses Maß an diagnostischer Erfahrung voraus. Negative Testergebnisse schließen eine atopische Dermatitis bei Katzen nicht aus. Hierzu zählen in erster Linie Ektoparasiten, insbesondere <a title="Katzenfloh" href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/469/katzenfloh/">Flohbefall</a>. Desweiteren sind u.a. psychogene Erkrankungen oder  Futtermittelallergien in Betracht zu ziehen.</p>
<p><strong>Therapie</strong><br />
Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Diagnose.</p>
<p>Eine Vermeidung der Allergene wird in den meisten Fällen nur schwierig möglich sein. Eine Allergenreduktion kann jedoch vielfach hilfreich sein und lässt sich meist auch leicht realisieren. Gute Ansätze sind z. B. regelmäßige Reinigung von Teppichen, Polstermöbeln und  Liegefläschen (Decken etc. pp.), häufige Raumlüftung. Gegebenenfalls die Durchführung einer Flohbekämpfung und -prophylaxe (bei freilaufenden Katzen auf jeden Fall). Spielen psychogene Faktoren eine Rolle können Beschäftigung mit der Katze, (Spielen, Agility usw.) helfen.</p>
<p>Entsprechend dem Resultat des Intrakutantests, können die Katzen hyposensibilisiert werden.<br />
Um den Juckreiz zu lindern sind z. B. Glukokortikoide hilfreich. Wegen der möglichen Nebenwirkungen ist eine längere Anwendung allerdings nicht zu empfehlen.</p>
<div class="weblinks">
<p><strong>Literatur</strong></p>
<ul>
<li>Ch. Noli und F. Scarampella: Praktische Dermatologie bei Hund und Katze. Schlütersche Verlagsanstalt, 2. Aufl., 2005, S. 252, <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_11.htm" target="_blank">ISBN 3-87706-713-1</a></li>
<li>Ton Willemse: Klinische Dermatologie Hund und Katze. Leitfaden für Diagnostik und Therapie. Schattauer, F.K., 2. Aufl., 1998, S. 48, <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_27.htm" target="_blank">ISBN 3794517237</a></li>
<li>M. Chr. Horzinek / Vera Schmidt / Hans Lutz: Krankheiten der Katze. Enke, 4. Aufl., 2005, S. 299, <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten 6.htm" target="_blank">ISBN 3830410492</a></li>
<li>Michael J. Day: Atlas der klinischen Immunologie bei Hund und Katze. Schlütersche, 1. Aufl., 2004, S. 91-93, <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_29.htm" target="_blank">ISBN 3877066305</a></li>
<li>Wilfried Kraft, Ulrich M. Dürr, Katrin Hartmann: Katzenkrankheiten. Bd. 1, Schaper, 5. Aufl., 2003, S. 503-507 <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_28.htm" target="_blank">ISBN 3794401999</a></li>
</ul>
</div>
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		<title>Kippfenster-Syndrom bei Katzen</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 18:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzenkrankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der gefährlichsten &#8220;Katzenfallen&#8221; sind angekippte Fenster. Das Verletzungsrisiko durch gekippte Fenster wird vielfach unterschätzt, doch kommt es zu einem Unfall sind die Folgen oft schwerwiegend. Tiere die sich nicht selbst befreien können oder von Menschenhand befreit werden sterben zwangsläufig. Katzen hangeln sich durch den Spalt des gekippten Fensters, sei es aus Spieltrieb, Neugier, Freiheitsdrang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der gefährlichsten &#8220;Katzenfallen&#8221; sind angekippte Fenster. Das Verletzungsrisiko durch gekippte Fenster wird vielfach unterschätzt, doch kommt es zu einem Unfall sind die Folgen oft schwerwiegend. Tiere die sich nicht selbst befreien können oder von Menschenhand befreit werden sterben zwangsläufig.</p>
<p><a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a> hangeln sich durch den Spalt des gekippten Fensters, sei es aus Spieltrieb, Neugier, Freiheitsdrang oder sonstigen Gründen, schaffen es aber nicht immer auf diese Weise nach draußen zu gelangen. Bleiben sie in dem Spalt hängen geraten sie bei ihren Befreiungsversuchen immer tiefer und fester in den Spalt hinein. Die Verletzungen die sie sich dabei zuziehen werden als <strong>Kippfenster-Syndrom</strong> bezeichnet.<span id="more-452"></span></p>
<p>Meist sind die Tiere im Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken eingeklemmt, daher finden sich die Verletzungen auch in diesem Bereich. Zu den häufigsten klinischen Befunden zählen Nachhandschwäche sowie schlechter Allgemeinzustand. Abhängig davon wie lange eine Katze in dem Fensterspalt einklemmt war und wie heftig ihre Befreiungsversuche waren, variiert der Schweregrad  der Verletzungen von leichten Lähmungserscheinungen bis zu schweren neurologischen Schäden im Bereich der Hintergliedmaßen und völliger Lähmung. (siehe auch: <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/453/ischaemische-myopathie-der-katze/"><em>Ischämische Myopathie der Katze</em></a>)</p>
<p>Katzen die Opfer eines Kippfensters geworden sind müssen nach ihrer Befreiung durch den Menschen umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden der die Katze sorgfältig untersucht und die Verletzungen akut versorgt. Dazu gehören u.a. Röntgenaufnahmen, gründliche neurologische Untersuchungen, Elektrophysiologische Untersuchungen, Wärmetherapie, gegebenenfalls eine Kortisontherapie. Meist ist auch eine entsprechende Schockbehandlung und eine weitere Beobachtung des Tieres notwendig.</p>
<p>Spätfolgen sind nicht auszuschließen</p>
<div class="weblinks"><strong>Literatur</strong><br />
Katzenkrankheiten &#8211; Klinik und Therapie (Hrsg.: Wilfried Kraft, Ulrich M. Dürr, Katrin Hartmann) Schaper, 5. Auflage, 2003, S. 89 <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_28.htm" target="_blank">ISBN 3794401999</a></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Futterallergie (Futtermittelallergie)</title>
		<link>http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/457/futterallergie-futtermittelallergie/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:07:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzenkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Futterallergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Futterallergie oder Futtermittelallergie bezeichnet man in der Tiermedizin allergische Reaktionen auf Futtermittelinhaltstoffe. Sie entspricht damit der Nahrungsmittelallergie beim Menschen. Die Erkrankung manifestiert sich vor allem als Hauterkrankung mit Juckreiz, der durch Kratzen und Belecken zu schweren Hautveränderungen führen kann. Futterallergien kommen vor allem bei Haushunden und Hauskatzen vor. Die Diagnostik und Behandlung ist durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imgwikiright"><a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/458/bild-futterallergie-bei-einer-katze/"><img title="Futterallergie bei einer Katze" src="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/wp-content/pictures/futterallergie_katze.jpg" alt="Futterallergie bei einer Katze" width="182" height="191" /></a></div>
<p>Als <strong>Futterallergie</strong> oder <strong>Futtermittelallergie</strong> bezeichnet man in der Tiermedizin allergische Reaktionen auf Futtermittelinhaltstoffe. Sie entspricht damit der Nahrungsmittelallergie beim Menschen. Die Erkrankung manifestiert sich vor allem als Hauterkrankung mit Juckreiz, der durch Kratzen und Belecken zu schweren Hautveränderungen führen kann. Futterallergien kommen vor allem bei Haushunden und Hauskatzen vor. Die Diagnostik und Behandlung ist durch eine Ausschlussdiät möglich, die jedoch zeitaufwändig ist.</p>
<p><strong>Vorkommen und Entstehung</strong><br />
Futterallergien sind bei Hunden und <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a> ein recht häufiges Phänomen. Ihr Anteil an den Hauterkrankungen wird beim Hund mit bis zu fünf Prozent angegeben. Betroffen sind Tiere aller Rassen und Altersklassen, wobei bei Hunden die Erkrankung zumeist im ersten Lebensjahr beginnt. Dabei kann eine Futterallergie gegen ein Futtermittel selbst Jahre nach einer zunächst problemlosen Fütterung auftreten.<span id="more-457"></span></p>
<p>Die häufigsten Allergieauslöser (Allergene) sind Rindfleisch und Milchprodukte, aber auch Schweine-, Pferde-, Geflügelfleisch, Fisch, Ei, Soja und Weizen können allergische Reaktionen auslösen. Neben den Hauptkomponenten in Fertigfuttermitteln können auch Zusätze wie Stabilisatoren, Antioxidantien oder Moisturizer allergieauslösend sein. Darüber hinaus können Allergene auch erst durch Umbau im Organismus entstehen. Die Allergene sind hitze-, säure- und Protease-resistente Proteine, zumeist Glykoproteine, mit einer Größe von zehn bis 70 kDa. Aber auch kleinere Proteine (Haptene) können zu allergischen Reaktionen führen, wenn sie an Trägerproteine gebunden sind.</p>
<p>Abzugrenzen von der Futterallergie sind Unverträglichkeitsreaktionen, die ohne Beteiligung des Immunsystems ablaufen, beispielsweise Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit.</p>
<p>Die genaue Ursache für solche allergischen Unverträglichkeiten ist bislang nicht bekannt. Prädisponierend können Störungen der Barrierefunktion der Darmschleimhaut durch Darmentzündungen (beispielsweise Parvovirose), Darmparasiten und ein frühes Absetzen sein. Im gesunden Darm können Allergene normalerweise nicht die Darmwand passieren. Zudem werden sie größtenteils durch die Enzyme des Verdauungssafts abgebaut. Bei Kontakt von Allergenen mit der Darmwand kommt es zu einer Immunantwort mit der Bildung von Immunglobulin A (IgA). Die daraufhin entstehenden Antigen-IgA-Komplexe können resorbiert werden. Im Regelfall werden solche Stoffe jedoch toleriert.</p>
<p>Bei Futterallergien handelt es sich größtenteils um Typ-I-Reaktionen, aber auch Typ-III- und Typ-IV-Reaktionen können auftreten. Typ-III-Reaktionen sind für Magen-Darm-Symptome verantwortlich, die allerdings bei einer Futterallergie eher die Ausnahme sind. Typ-IV-Reaktionen sind dafür verantwortlich, dass die Allergie selbst bei Eliminierung des Antigens noch wochenlang bestehen bleiben kann.</p>
<p><strong>Klinisches Bild</strong><br />
Das Klinische Bild der Futterallergie ist vor allem durch eine Hautentzündung (Allergische Dermatitis) mit Juckreiz gekennzeichnet. Als erste Hautveränderungen (Primäreffloreszenzen) treten in etwa 40 Prozent der Fälle Hautrötung (Erythema) und Papeln auf. Bevorzugte Lokalisationen beim Hund sind Pfoten, Achsel, Bauch, Leistenregion und Ohren, bei der Katze der Kopf.</p>
<p>Infolge Selbsttraumatisierung oder einer Malassezienvermehrung können alle möglichen sekundären Hautveränderungen auftreten.</p>
<p><strong>Diagnostik und Behandlung</strong><br />
Differentialdiagnostisch müssen alle mit Juckreiz einhergehenden Hauterkrankungen ausgeschlossen werden. In etwa 25 Prozent der Fälle liegt noch eine zweite Allergie vor (<a title="Atopische Dermatitis der Katze" href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/480/atopische-dermatitis-der-katze/">Atopische Dermatitis</a> des Hundes, <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/460/flohallergie/">Flohallergie</a>), was die Diagnostik zusätzlich erschwert. Die Futterallergie spricht in der Regel nur wenig auf Glukokortikoide an und tritt im Regelfall nicht saisonal auf.</p>
<p>Die Aussagekraft serologischer Tests gegen Futterallergene ist umstritten. Bei Verdacht ist eine konsequente Ausschlussdiät das diagnostische Mittel der Wahl. Dabei wird die Fütterung für mindestens vier bis sechs Wochen konsequent auf nur eine Protein- und Kohlenhydratquelle umgestellt. Dabei ist ein Fleischtyp und ein Getreideprodukt/Kartoffel zu wählen, das im bisher verwendeten Futter nicht enthalten war. Auf alles Beifutter mit anderen Protein- und Kohlenhydratquellen („Leckerlis“) ist unbedingt zu verzichten.</p>
<p>Nachdem die Diagnose durch eine Ausschlussdiät gesichert wurde, kann schrittweise die Nahrung im Wochenrhythmus um jeweils eine weitere Komponente erweitert werden, um eine Fehlernährung zu verhindern. Bei erneutem Auftreten gilt die Komponente als identifiziert, wobei jedoch beachtet werden muss, dass auch mehrere Futterbestandteile allergieauslösend sein können.</p>
<p>Bei Fällen mit allergischen Reaktionen gegen viele tierische Eiweiße, muss unter Umständen ein Spezialdiätfuttermittel eingesetzt werden. In diesen sind die Eiweiße auf Molekülgrößen unterhalb der kritischen Größe aufgespalten (Hydrolyse).</p>
<div class="weblinks">
<p><strong>Literatur und Quellen</strong></p>
<ul>
<li>B. Bigler: Futterallergie. In: P.F. Suter und B. Kohn (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. Parey, 10. Aufl. 2006, S. 372. ISBN 3-8304-4141-X</li>
<li>W. Drochner: Futterallergien. In: P.F. Suter und B. Kohn (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. Parey, 10. Aufl. 2006, S. 33. ISBN 3-8304-4141-X</li>
<li>Ch. Noli und F. Scarampella: Futtermittelallergie. In: Praktische Dermatologie bei Hund und Katze. Schlütersche Verlagsanstalt, 2. Aufl. 2005, S. 259 – 263. <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_11.htm" target="_blank">ISBN 3-87706-713-1</a></li>
</ul>
</div>
<div class="wikimeta">Dieser Artikel basiert auf dem Artikel <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Futterallergie" target="_blank">Futterallergie</a> aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der <a rel="nofollow" href="http://www.tiermarkt-4u.de/gnu-license.html" target="_blank">GNU-Lizenz für freie Dokumentation</a>. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren und der Einzelnachweise verfügbar.</div>
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		<item>
		<title>Eosinophiler-Granulom-Komplex</title>
		<link>http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/474/eosinophiler-granulom-komplex/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 11:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzenkrankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter der Bezeichnung Eosinophiler-Granulom-Komplex wird bei der Hauskatze eine Gruppe von klinischen Symptomen im Bereich der Haut und/oder der Maulhöhle zusammengefasst. Es handelt sich daher nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um katzentypische Effloreszenzen, die verschiedene Ursachen haben können. In diesen Komplex werden eosinophile Plaques, das kollagenolytische Granulom, das indolente Ulkus und in jüngerer Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Bezeichnung <strong>Eosinophiler-Granulom-Komplex</strong> wird bei der Hauskatze  eine Gruppe von klinischen Symptomen  im Bereich der Haut und/oder der Maulhöhle zusammengefasst. Es handelt sich daher nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um katzentypische Effloreszenzen, die verschiedene Ursachen haben können. In diesen Komplex werden <em>eosinophile Plaques</em>, das <em>kollagenolytische Granulom</em>, das <em>indolente Ulkus</em> und in jüngerer Zeit auch die <em>miliare Dermatitis</em> eingeordnet.<span id="more-474"></span></p>
<div class="imgwikiright"><a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/478/bild-eosinophile-plaques/"><img title="Eosinophile Plaques" src="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/wp-content/pictures/flohallergie/eosinophile_plaques.jpg" alt="Eosinophile Plaques" width="184" height="165" /></a></div>
<p><a id="eosinophile-plaque" title="eosinophile-plaque" name="eosinophile-plaque"></a></p>
<p><strong>Eosinophile Plaque</strong><br />
Eosinophile Plaques sind erhabene, runde oder ovale, gerötete, nässende und geschwürige Hautveränderungen. Sie treten vor allem am Bauch, der Innenseite der Hinterbeine und der Analregion auf. Die Plaques sind mit starkem Juckreiz behaftet, so dass sie intensiv beleckt werden.</p>
<p>Als Ursache für die Entstehung eosinophiler Plaques wird das Belecken selbst angenommen, da diese nur an Stellen entstehen, wo <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a> mit ihrer Zunge hingelangen. Auslösende Faktoren sind vor allem Allergien (<a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/457/futterallergie-futtermittelallergie/">Futterallergie</a>, <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/460/flohallergie/">Flohallergie</a>, <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/480/atopische-dermatitis-der-katze/">Atopische Dermatitis</a>). Die dadurch ausgelösten Hautveränderungen werden sekundär bakteriell infiziert und sind durch eine Einwanderung eosinophiler Granulozyten gekennzeichnet. Die Diagnose kann durch ein Abklatschpräparat gestellt werden, bei dem mikroskopisch zahlreiche Eosinophile und Bakterien nachgewiesen werden können. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.</p>
<div class="imgwikiright"><a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/479/bild-eosinophiles-granulom-bei-einer-katze/"><img title="Eosinophiles-Granulom" src="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/wp-content/pictures/flohallergie/eosinophiles-granulom.jpg" alt="Eosinophiles-Granulom" width="184" height="228" /></a></div>
<p><strong>Kollagenolytisches Granulom</strong><br />
Das kollagenolytische Granulom, auch lineares oder eosinophiles Granulom, ist eine streifenförmige, gelblich-rötliche und erhabene Hautverhärtung, die vor allem an den Hinterbeinen auftritt. Seltenere Manifestationen sind die Maulgegend und Maulhöhle, die Ohrmuschel und die Pfoten. Das kollagenolytische Granulom kommt vor allem bei Jungtieren vor. Es zeigt keine weiteren Symptome, Haarausfall tritt primär nicht auf. Bei geschwüriger Veränderung kommt es zur Absonderung von Kollagen in Form kleiner weißlicher Krümel, es kann sich infizieren und dann auch Juckreiz auslösen. Zytologisch sind wie bei der eosinophilen Plaque zahlreiche Eosinophile nachweisbar.</p>
<p>Ursachen sind ebenfalls alle Allergieformen, aber auch Mückenstiche, genetische Faktoren, Fremdkörperreaktionen und Virusinfektionen werden als mögliche Auslöser diskutiert. Das kollagenolytische Granulom der Maulhöhle entsteht ohne erkennbare Ursache (Idiopathie).</p>
<p>Das kollagenolytische Granulom kann spontan wieder verschwinden. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei allergischen Reaktionen kann eine Hyposensibilisierung oder Allergenvermeidung versucht werden. Glukokortikoide, PLR 120 und Cyclosporin werden ebenfalls eingesetzt. Gegen Mückenstiche können Repellentien Anwendung finden. Hartnäckige und wiederkehrende kollagenolytische Granulome können auch chirurgisch, mit Radio- oder Lasertherapie behandelt werden.</p>
<p><strong>Indolenter Ulkus</strong><br />
Das indolente Ulkus („schmerzfreies Geschwür“) ist eine geschwürige, leicht nässende und krustige Veränderung in Höhe des Eckzahns. Als Ursache wird eine traumatische Reizung der Lippe durch Eckzahn und/oder Zunge angenommen, die zu einer bakteriellen Sekundärinfektion führt. Das indolente Ulkus ist meist gut durch Antibiotika behandelbar.</p>
<p>Eine knotige verhärtete Schwellung der Oberlippe, die sich im weiteren Verlauf ebenfalls geschwürig verändern kann, wird heute dem kollagenolytischen Granulom zugeordnet.</p>
<div class="imgwikiright"><a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/466/miliare-dermatitis-bei-einer-katze/"><img title="Milare-Dermatitis-Katze" src="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/wp-content/pictures/flohallergie/milare-dermatitis-katze.jpg" alt="Milare-Dermatitis-Katze" width="182" height="202" /></a></div>
<p><strong>Miliare Dermatitis</strong><br />
Die miliare Dermatitis ist eine durch hirsekorngroße Knötchen und Krusten gekennzeichnete Hautreaktion. Sie kann bei allen Allergien, aber auch bei Hautpilzerkrankungen und Befall mit Milben und <a title="Katzenfloh" href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/469/katzenfloh/">Flöhen</a> auftreten.</p>
<p>Bei der miliaren Dermatitis ist unbedingt eine Abklärung der Ursache erforderlich und entsprechend dieser die Therapie zu wählen.</p>
<div class="weblinks">
<p><strong>Literatur und Quellen</strong></p>
<ul>
<li>Ch. Noli und F. Scarampella: Komplex des eosinophilen Granuloms und der miliaren Dermatitis. In: Praktische Dermatologie bei Hund und Katze. Schlütersche Verlagsanstalt, 2. Aufl. 2005. <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_11.htm">ISBN 3-87706-713-1</a></li>
</ul>
</div>
<div class="wikimeta">Dieser Artikel basiert auf dem Artikel <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eosinophiler-Granulom-Komplex" target="_blank">Eosinophiler-Granulom-Komplex</a> aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der <a rel="nofollow" href="http://www.tiermarkt-4u.de/gnu-license.html" target="_blank">GNU-Lizenz für freie Dokumentation</a>. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.</div>
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		<title>Demodikose der Katze</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 11:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzenkrankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Demodikose der Katze (Demodikose feline) wird verursacht durch zwei morphologisch sehr ähnliche Haarbalgmilbenarten (Gattung Demodex), Demodex cati, eng verwandt mit Demodex canis, und seltener Demodex gatoi sowie einer weiteren unbenannten Spezies. Demodex Milben kommen weltweit bei fast allen Säugetieren vor. Sie verhalten sich meist als Kommensalen, sind aber potentiell pathogen und können v.a. bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Demodikose der Katze</strong> <em>(Demodikose feline)</em> wird verursacht durch zwei morphologisch sehr ähnliche Haarbalgmilbenarten <em>(Gattung Demodex)</em>, Demodex cati, eng verwandt mit <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/384/bild-demodex-milbe/">Demodex canis</a>, und seltener Demodex gatoi sowie einer weiteren unbenannten Spezies.</p>
<p>Demodex Milben kommen weltweit bei fast allen Säugetieren vor. Sie verhalten sich meist als Kommensalen, sind aber potentiell pathogen und können v.a. bei Hunden, Demodikose verursachen. Im Vergleich zum Hund ist die Demodikose von <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a> eine eher seltener auftretende, lokale oder gelegentlich generalisierte Hautkrankheit.<span id="more-386"></span></p>
<p>Die Demodex-Milben parasitieren in den Haarfollikeln und seltener in den Talgdrüsen der befallenen Tiere. Die Kopulation erfolgt auf der Hautoberfläche in den Haarbalgtrichtern. Während die männlichen Milben anschließend (zwei bis drei Tage später) eingehen, wandern die weiblichen in die Follikel und legen dort die Eier ab. Aus den Eiern schlüpfen sechsbeinige Larven die sich innerhalb von zwei bis drei Wochen über ein zweites Larvenstadium und zwei Nymphenstadien zu adulten Milben entwickeln.</p>
<p>Die Demodikose ist keine Infektionskrankheit im eigentlichen Sinne. Bei fast jedem Tier sind die Milben vorhanden und werden in der Regel nach der Geburt von der Mutter auf die Welpen übertragen. Meist zeigen die Wirte ein Leben lang keine klinischen Symptome.</p>
<p>Voraussetzung für eine klinische Manifestation ist die massive Vermehrung der Milben in Verbindung mit einer Störung der zellulären Immunität. Prädisponierend sind Stress und Immunsppression durch andere Grunderkrankungen (z.B. Neoplasien, FelV- und FIV-Infektionen oder <a title="Feliner Diabetes mellitus (Katzendiabetes) " href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/389/feliner-diabetes-mellitus-katzendiabetes/">Diabetes mellitus</a>). Außerdem scheint ein genetischer Einfluss eine Rolle zu spielen.</p>
<p><strong>Klinik</strong><br />
Die klinischen Symptome reichen von kleinen umschriebenen haarlosen Stellen über großflächige, schuppende Ekzeme mit Haarausfall, Erythern und übermäßiger Verhornung der Haut bis zu squamopapulösen oder pustolösen Dermatitiden. Die Entstehung zeruminöser Otitiden ist ebenfalls möglich. Der Juckreiz variiert von gering bis hochgradig. Je nach Stärke des Juckreizes und den damit verbundenen Gegenmaßnahmen des befallenen Tieres kommt es zudem vielfach zu einer selbstinduzierten, symetrischen Alopezie.</p>
<p>Hautveränderungen treten häufig an den Augenliedern, im Gesicht und an den Ohren auf. Ein Übergreifen auf Hals, Brust, Bauch und Schenkelfalten ist ebenfalls möglich.</p>
<p><strong>Diagnose</strong><br />
Die Diagnose erfolgt durch mikroskopische Untersuchung von oberflächlichen bis tiefen Hautgeschabseln oder auch Hautbioptaten aus den betroffenen Körperpartien. Die Geschabsel sollten mehrfach tief und an unterschiedlichen Körperstellen entnommen werden.</p>
<p>Demodex-Milben sind weißlich, lang gestreckt (bis zu 300 µm). Sie haben ein hufeisenförmiges Kapitulum mit gut erkennbaren Mundwerkzeugen. Sie besitzen vier Paar stummelförmige Beine, wobei Larven und Protonymphen nur drei Paare besitzen. Demodex gatoi ist etwas kürzer und breiter als Demodex cati. Die Eier sind spindelförmig und haben eine Größe von ca. <em>bis 90 µm x 25 µm</em>.</p>
<p><strong>Therapie</strong><br />
Nicht in jedem Fall ist eine Behandlung von lokalen Demodikosen bei Katzen erforderlich, da sie, besonders bei jungen Tieren, auch spontan von selbst ausheilen kann.</p>
<p>Für die Behandlung geeignet sind z.B. Ivermectin, Milbemycin, Amitraz, oder auch 2% Schwefelkalk (LPD).</p>
<p>Da eine vollständige Erregerelimination möglicherweise nicht erreicht werden kann, sollten infizierte Katzen daher nicht in einer Zucht eingesetzt werden.</p>
<div class="weblinks"><strong>Literatur</strong><br />
Infektionskrankheiten der Katze (von Katrin Hartmann, Jutta Hein) Schlütersche, 1. Auflage, 2008, S. 301 <a href="http://www.burmesen-von-maupentagor.de/katzenbuecher/katzenkrankheiten_26.htm" target="_blank">ISBN-10: 3877067468</a></div>
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		<title>Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplex</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 12:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lexman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzenkrankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplex (CCH-Komplex) ist eine entzündliche Erkrankung der Gallenwege bei Katzen. Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt. Die Krankheit zeigt sich in unspezifischen klinischen Erscheinungen und ist durch Einwanderung weißer Blutkörperchen in die Wände der Gallengänge gekennzeichnet. Im Spätstadium kommt es zu auch zu Veränderungen der eigentlichen Leberzellen und zu einer Zirrhose der Gallengänge. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplex</strong> (CCH-Komplex) ist eine entzündliche Erkrankung der Gallenwege bei <a href="http://www.tiermarkt-4u.de/katzenlexikon/223/katzen/">Katzen</a>. Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt. Die Krankheit zeigt sich in unspezifischen klinischen Erscheinungen und ist durch Einwanderung weißer Blutkörperchen in die Wände der Gallengänge gekennzeichnet. Im Spätstadium kommt es zu auch zu Veränderungen der eigentlichen Leberzellen und zu einer Zirrhose der Gallengänge. Sie entspricht am ehesten der biliären Zirrhose des Menschen.<span id="more-344"></span></p>
<p><strong>Ursache und Krankheitsentstehung</strong><br />
Die Ursache des Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplexes ist bislang nicht erklärt. Es wird eine immunpathologische Entstehung durch Autoantikörper vermutet. Auslöser dafür könnten Galleabflusstörungen, Infektionen der Gallenwege oder chemische Veränderungen in der Zusammensetzung der Galle sein.</p>
<p>Bei der Erkrankung kommt es zur Einwanderung weißer Blutkörperchen in das Epithel der Gallengänge, im Frühstadium vor allem von Lymphozyten, im Spätstadium auch von Neutrophilen und Eosinophilen. Dies führt zu einer allmählichen Gewebszerstörung mit Zirrhose der Gallengänge und im Spätstadium auch zum Untergang der Leberzellen.</p>
<p><strong>Klinische Erscheinungen</strong><br />
Der Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplex äußert sich unspezifisch. Es kommt zu Gewichtsverlust, Fressunlust, Fieber, Gelbsucht und häufig auch zu einer Bauchwassersucht. Zwischenzeitlich bessert sich das Erkrankungsbild, um sich dann erneut zu verschlechtern.</p>
<p><strong>Untersuchungsmethoden</strong><br />
Im Blutbild zeigt sich eine leichte, nichtregenerative Anämie und eine Leukozytose mit Linksverschiebung. Die Aktivitäten der Leberenzyme ALT, GLDH, γ-GT sowie der Gehalt an Bilirubin und das Gesamteiweiß im Blut sind zumeist erhöht.</p>
<p>Bei der Sonographie zeigen sich in der Leber zahlreiche echoreiche Bezirke, gegebenenfalls auch eine Anstauung von Galle oder Gallensteine.</p>
<p>Eine exakte Diagnose kann nur durch Feinnadelpunktion mit anschließender histopathologischer Untersuchung gestellt werden.</p>
<p><strong>Behandlung</strong><br />
Da auch infektiöse Ursachen vermutet werden und gelegentlich gleichzeitig eine Entzündung des Dünndarms vorliegt werden Antibiotika, vorzugsweise nach Antibiogramm an Galleproben eingesetzt. Gut wirksam sind zumeist Ampicillin, Amoxicillin und Cephalexin. Bei ausgeprägten lymophozytären Infiltraten wird das entzündungshemmende Prednisolon eingesetzt. Beim Vorliegen von Gallensteinen kann eine operative Entfernung angezeigt sein.</p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
Ingo Nolte und Andrea Meyer-Lindenberg: Lebererkrankungen bei der Katze. Kleintierpraxis 40 (1995), S. 131-142.</p>
<div class="wikimeta">Dieser Artikel basiert auf dem Artikel  <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplex" target="_blank">Cholangitis-Cholangiohepatitis-Komplex</a> aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der  <a rel="nofollow" href="http://www.tiermarkt-4u.de/gnu-license.html" target="_blank">GNU-Lizenz für freie Dokumentation</a>. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.</div>
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